Pressemitteilung vom 20.01.2017

Sachwerte Kolloquium 2017
Fachjournalisten fordern zu inhaltlichen Diskussionen auf

Minizinsen auf dem Sparbuch, Unsicherheit an den Börsen – und trotzdem gelingt es Anbietern von Sachwertbeteiligungen häufig nur unter Schwierigkeiten, ihre Publikumsfonds zu platzieren. Woran liegt das, wo doch institutionelle Investoren ihre Sachwert-Quoten kontinuierlich steigern? Die Fachjournalisten Markus Gotzi, Stefan Loipfinger und Friedrich Andreas Wanschka wollen mit der Branche in einen offenen Dialog treten. Sie laden zum „Sachwerte Kolloquium 2017“ ein. Ihr Anspruch ist es, Verbraucherthemen offen mit Anbietern, Verbraucherschützern, Vermittlern und Dienstleistern zu diskutieren und Weiterentwicklungen anzustoßen.

Nach diversen Pleiten, Pannen und Fehlkalkulationen sind Kapitalanlagen mit Investitionen in Sachwerten bei Vertrieben und privaten Kapitalanlegern in Verruf geraten. Allerdings hätten sie das Potenzial, echte Alternativen darzustellen, betonen die Fachjournalisten Markus Gotzi, Stefan Loipfinger und Friedrich Andreas Wanschka. Kann das nur mit einem regulierten AIF oder auch mit Modellen abseits der BaFin-Kontrollen gehoben werden? Eignen sich ausschließlich Beteiligungen an konkreten Assets, oder haben auch Blind Pools ihre Berechtigung? Wie lassen sich Kunden künftig erreichen, nachdem sich die Banken weitgehend als Vertriebspartner verabschiedet haben?

Über diese Fragen diskutieren Anbieter, Verbraucherschützer, politische Entscheider und Dienstleister unter der Moderation der drei Experten auf dem ersten Sachwerte Kolloquium mit dem Ziel, das Beste aus verschiedenen Welten zusammenzuführen. „Um die Nachfrage nach Sachwert-Geldanlagen weiter zu steigern, wird es auf die Produktqualität ankommen. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die Premiere des Sachwerte Kolloquiums. Hier wollen wir mit der Branche Ideen diskutieren, wie Anbieter ihre Produkte künftig im Sinne des Anlegers besser gestalten können“, sagt Friedrich Andreas Wanschka, Gründer und Chefredakteur der multimedialen Informationsplattform wmd-brokerchannel.de.

Markus Gotzi hat als Chefredakteur des Fondsbriefs und jahrelang als Autor für die Financial Times Deutschland hunderte geschlossene Fonds und vergleichbare Kapitalanlagen analysiert, sowohl gute als auch schlechte: „Der Markt muss seit je her differenziert betrachtet werden. Wir möchten mit unserer Veranstaltung erreichen, dass Anbieter mit künftigen Produkten die Investment-Chancen für die Anleger erhöhen und ihre Risiken reduzieren.“

Stefan Loipfinger begleitet die Branche ebenfalls seit vielen Jahren. Der Gründer der Branchendienste Fondstelegramm und Investmentcheck.de sieht bedenkliche Entwicklungen: „Die Abschaffung der Leistungsbilanzstandards, fehlende Prognoserechnungen zur Nachvollziehbarkeit der Ertragsaussichten oder juristisch geprägte Verkaufsprosekte sind Fehlentwicklungen. Kritiker sagen: „Das vermehrte Ausweichen auf das Vermögensanlagengesetz untergräbt gewollte Kontrollmechanismen“. Ist das so? Müssten Vertrieben, Analysten und Journalisten die enormen Qualitätsunterschiede deutlicher aufgezeigt werden? „Leider fehlt es zunehmend an öffentlichen Diskussionen, deshalb freue ich mich auf das Sachwerte Kolloquium 2017“, sagt Stefan Loipfinger.

Das Sachwerte Kolloquium findet am 22.März 2017 von 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr im Tagungscenter Municon am Münchner Flughafen statt und richtet sich an Produktanbieter, Juristen, PR-Berater und andere Dienstleister, Berater und Vermittler, Vermögensverwalter und institutionelle Investoren, Wirtschaftsjournalisten und Analysten.

Tickets kosten pro Teilnehmer 795 Euro plus MwSt. Bei Anmeldungen bis zum 28. Februar 2017 gilt der Sonderpreis von 495 Euro plus USt. Weitere Informationen und Anmeldungen bitte per email unter klee@redaktionmedien-verlag.de oder telefonisch unter der Rufnummer 08022/8583010 bei Astrid Klee.
www.sachwerte-kolloquium.de

Fondsbrief

Hier geht`s zur PDF-Datei vom FONDS Brief. [2.530 KB]

Investmentcheck-News 01/2017

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

diverse Pleiten von Crowd-Investments sind Schwerpunktthema dieser Ausgabe. Fußballtransferrechte haben sich als ungeeignete Anlageklasse herausgestellt. Das Unternehmen Saustark Design war aus Anlegersicht sauschwach. Bei Ohlala sollte ein „kleines Stück Paris in mitten unserer Stadt“ finanziert werden. Doch statt gesuchter 650.000 Euro kamen nur etwa 44.000 Euro zusammen. Die Platzierungsstärke der Deutschen Mikroinvest ließ hier zu wünschen übrig. Andererseits stellt sich bei dieser Crowd-Plattform ohnehin die Frage, was die überhaupt tun. Denn beim Insolvenzantrag der NeuroProof GmbH hat der Geschäftsführer auf Anfrage geantwortet, man wäre kein „Kapitaleinsammler“. Der entsprechende Beitrag ist in Bezug auf die Einstellung zum Thema Anlegerschutz wirklich lesenswert. Nach mehreren Beiträgen zum Thema fehlende Prognoserechnung hat Rechtsanwalt Georgios Aslanidis kommentiert, welche Haftungsrisiken sich aus fehlenden und unvollständigen Investitionsplänen ergeben. Auch die häufig praktizierte Unsitte, im Investitionsplan nur die Kosten auf Ebene der Fondsgesellschaft und nicht konsolidiert inklusive der Objektgesellschaftsebene darzustellen, ist für ihn haftungsrelevant.

Wichtiges Thema ist die Zukunft des Branchenverbandes bsi. Ende 2016 wurde von den Mitgliedern entschieden, mit dem ZIA Zentralen Immobilienausschuss über eine Eingliederung zu verhandeln. Damit dürfte es den bsi bald nicht mehr geben. Der bsi-Summit als Branchentreffpunkt wird folglich nicht mehr stattfinden. Deshalb ist die Initiative von Markus Gotzi (u.a. Der Fondsbrief), Friedrich Andreas Wanschka (u.a. brokerchannel.de) und mir von besonderer Bedeutung. Am 22. März 2017 wird das Sachwerte Kolloquium 2017 stattfinden. In einer offenen Diskussion soll mit Anbietern, Verbraucherschützern, Vermittlern und Dienstleistern über wichtige Verbraucherthemen gesprochen werden.

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zum Sachwerte Kolloquium 2017 finden Sie unter: Sachwerte Kolloquium 2017 – Das Programm

Ansonsten wünschen wir Ihnen an dieser Stelle noch alles Gute für das neue Jahr. Es wird mit Sicherheit sehr spannend …

Ihr
Stefan Loipfinger

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